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Die Völker der Iron Kingdoms

Menschen

Gesamtbevölkerung in den Iron Kingdoms: 20 300 000

Die Iron Kingdoms sind im wesentlichen die Länder der Menschen. Sie sind das bei weitem zahlreichste Volk in der Region und es sind ihre Anstrengungen, Kriege und ihre Geschichte, die die Region geprägt haben. Die Menschen der Iron Kingdoms sind ein bunter und zäher Mischmasch von vielen Kulturen, die alle von alten, kriegerischen Stämmen abstammen, die lange vor dem Beginn der Geschichtsschreibung  in der Region lebten, liebten, kämpften und starben. Der Großteil ihrer Geschichte ist angefüllt von endlosem Unfrieden und Kampf und die relative Ruhe der letzten Jahrhunderte ist ungewöhnlich. Selbst nach den Verträgen von Corvis gab es jedoch viele blutige Konflikte, Grenzstreitigkeiten, abgewehrte Barbareninvasionen und Diplomatie durch Mord. Soweit es die meisten betrifft, ist der "Friede" durch die Verträge von Corvis eine Illusion, die kaum aufrecht erhalten wird, während die Staatsoberhäupter die Augen verschließen, während Abmachungen gebrochen werden und Söldner angeheuert werden, um die Spuren zu verwischen.

In der Tat erscheint es sehr wahrscheinlich, dass die Menschen der Region in Kürze ihre Gewohnheit der offenen Kriegsführung wieder aufnehmen werden, da sich von vielen Seiten her Spannungen aufbauen und drohen, den Frieden dauerhaft zu untergraben. Wenn dies passiert, mag es für die Zwerge und Elfen unmöglich werden, keine Partei zu ergreifen. Insbesondere Rhul ist in den letzten Jahrhunderten stärkere, freundschaftliche Beziehungen mit den Menschen eingegangen, vielleicht zu seinem endgültigen Unglück.

Rhul hat sich in den letzten Jahrzehnten immer stärker mit den Menschen angefreundet und sich integriert, was ihnen möglicherweise eines Tages zum Verhängnis wird. Sogar Ios, das immer geschützt und verborgen geblieben ist, mag sein Schicksal mit dem seiner ungestümen und gewalttätigen Nachbarn verknüpft finden.

Menschen in den Iron Kingdoms  besitzen alle Vorteile, die im Spielerhandbuch beschrieben werden, einschließlich der Fähigkeit, leichter mehrere Klassen zu nehmen als andere Völker. Es gibt ein Dutzende verschiedener menschlicher Kulturen, die aus den alten Tagen der Tausend Städte/Thousand Cities entstanden sind, jede mit unterschiedlichen sozialen Vorlieben, Gewohnheiten und Erscheinungsbildern. Diese werden detailliert im bald erscheinenden Iron Kingdoms  Character Primer und Guide to the Iron Kingdoms  beschrieben werden.

Sprachen: Menschen in den Iron Kingdoms sprechen eine große Auswahl von Sprachen und es gibt einige "tote", archaische Sprachen, die von Gelehrten benutzt werden. Jedes Königreich hat seine eigene Sprache, obwohl cygnarianisch die vorherrschende Sprache unter den Menschen geworden ist und als Handelssprache im gesamten Gebiet dient.

Die folgende Liste führt die Hauptsprache für jedes der menschlichen Königreiche auf:

Cygnar – cygnarianisch, das sich aus der nun toten caspianischen Ursprungssprache entwickelt hat.

Khador – khadoranisch, das sich aus der nun toten khardischen Ursprungssprache entwickelt hat. In Khador sind Lese- und Schreibfertigkeiten nicht unbedingt weit verbreitet.

Llael – llaelesisch, welches sich seit Jahrhunderten kaum verändert hat.

Ord – ordisch, das gemeinsame Wurzeln mit dem Caspianischen & der Molgur-Sprache hat. Ordisch stirbt langsam aus und Cygnarianisch wird in Ord häufig gesprochen.

Protectorate of Menoth – Cygnarianisch (der sulesische Dialekt), entwickelt aus dem Caspianischen. Viele religiöse Führer beherrschen zudem khadoranisch und khardisch, da viele alte menitische Schriften in khardisch geschrieben sind.

Zwerge

Gesamtbevölkerung in den Iron Kingdoms: 2 200 000

Die Zwerge sind das zweitgrößte und einflussreichste Volk der in den Iron Kingdoms ansässigen. Ihre Zivilisation in Rhul ist nach menschlichen Maßstäben sehr alt und die Stadt Ghord wurde bereits vor viertausend Jahren als Wunder angesehen. Nach ihren eigenen Aufzeichnungen waren die Zwerge die erste Zivilisation in der Region und ihre auf Clans basierende Gesellschaft war fest verwurzelt, als die Elfen nach Ios flohen und während die Menschen noch als Jäger und Sammler die Ebenen durchstreiften. Die meisten der alten Aufzeichnungen sind verlorengegangen oder haben durch Übersetzungen und Überarbeitung ihre Zuverlässigkeit verloren, aber es scheint wahrscheinlich, dass Rhul die Wiege der Zivilisation in West-Immoren war, als das große alte Elfenimperium den Osten kontrollierte.

Trotz des Alters von Rhul zeigen die dort lebenden Zwerge wenig Interesse an Expansion oder Erkundungen. Sie glauben daran, Stein auf Stein, ein Gebäude nach dem anderen zu bauen, jedes Schloss und jeden Turm darauf ausgerichtet, die Zeitalter zu überdauern. Anders als ihre kriegerischen, menschlichen Nachbarn haben die Zwerge nie versucht, andere zu erobern oder zu unterjochen, jedem Versuch in ihr eigenes Land einzudringen wurde jedoch mit schneller und gnadenloser Vergeltung begegnet.

Die alten menschlichen Barbarenstämme lernten schnell, wie dumm es war, sich mit diesem kleinen aber unerschütterlichem Volk anzulegen. Es ist erwähnenswert, dass selbst die Orgoth nicht nach Rhul eingedrungen sind, als sie den Rest der Region unterjocht hatten, obwohl einige menschliche Gelehrte anklagend auf die Zwerge zeigen , weil diese die einzigen gewesen wären, die mit dem menschlichen Imperium gehandelt haben. Es gab in der Tat einen friedlichen Handel zwischen dem Orgoth-Imperium und Rhul, aber die Zwerge spielten auch eine essentielle Rolle bei der erfolgreichen Rebellion und so haben ihnen die meisten diese frühe "Kollaboration" vergeben.

Die Zwerge von Rhul besitzen eine stabile und komplexe soziale Struktur, die auf Clans basiert und vermutlich haben sie die demokratischste Gesellschaft der Iron Kingdoms. Trotz einer nach außen gezeigten Solidarität kämpfen die Zwerge oft untereinander. Diese Kämpfe, gleichwohl blutig, sind jedoch strikt ritualisiert und folgen strenge Gesetzen. Fehden und Duelle sind völlig legitim und werden als Methode zur Konfliktbewältigung unter den Zwergen gefördert, selbst Bauverträge und Baurechte werden häufig durch Scharmützel entschieden.

Es gibt gegenwärtig mehrere hunderttausend Zwerge, die außerhalb von Rhul leben, mit Konklaven überall in den Iron Kingdoms. Sie haben sich in den letzten paar hundert Jahren mehr und mehr mit den Menschen angefreundet, insbesondere mit dem Königreich Cygnar. Beide Völker teilen eine starke Begabung für Mechanika, eine ähnliche Arbeitsethik, Liebe zum Profit und andere Werte. Trotz anderer Freundschaften gilt die Loyalität der Zwerge vor allen anderen zunächst ihrer eigenen Art. Die Sicherheit und das Wohlergehen Rhuls ist von größter Wichtigkeit, selbst für die Konklaven außerhalb des Königreiches.

Sprachen: Zwerge sprechen rhulisch, eine Sprache, die sich aus dem nunmehr toten Dol-Rhul entwickelt hat. Die meisten Zwerge sprechen zudem  cyganarianisch, falls sie Kontakt zu Menschen haben und beherrschen möglicherweise auch andere menschliche Sprachen. Rhulisch hat ein ziemlich komplexes Alphabet, dass eigentlich aus zwei verschiedenen Alphabeten zusammengesetzt ist, die jeweils für verschiedene Zwecke benutzt werden.

Elfen

Gesamtbevölkerung in den Iron Kingdoms: 830 000

Es gibt genaugenommen zwei Arten von Elfen in den Iron Kingdoms, die Elfen von Ios und die Nyss, auch als Winterelfen bekannt. Die Nyss sind eine sehr kleine Randgruppe der gewöhnlicheren Elfen und zählen etwa 10 000 Mitglieder, fast alle davon leben tief isoliert in den nördlichen Bergen Khadors. Die große Mehrheit der Elfen lebt im verborgenen Land Ios und scheut jeden Kontakt mit Außenweltlern.

Die elfische Geschichte ist möglicherweise die ausführlichste, aber sie sind so geheimniskrämerisch und paranoid gegenüber anderen Völkern, dass nur wenige etwas über ihre Hintergründe, Legenden oder Ansichten wissen. Insbesondere für die Menschen sind sie ein Rätsel, eines das sie seit Jahrtausenden reizt. Einige wenige Elfen reisen außerhalb von Ios und elfische Diplomaten haben kühle und distanzierte Kontakte zu den Regenten aller menschlichen Königreiche. Zudem gibt es die, die aus ihrer Heimat verstoßen wurden oder aus persönlichen Gründen zu einem Leben voller Entdeckungen und Abenteuer getrieben werden, Elfen bleiben aber ein sehr seltener Anblick in den menschlichen Städten.

Was niemandem außer den Zwergengelehrten bekannt ist, ist dass die Elfen nicht immer ihre Heimat in Ios hatten. Vor ungefähr vier Jahrtausenden kamen die Elfen als eine abgerissene Gruppe von Flüchtlingen in die Region. Sie flohen vor einem großen Unglück im Osten und versteckten sich mit ihren lebenden Göttern im Land Ios. Die Zwerge stellten friedlichen Kontakt mit ihren neuen Nachbarn her, empfanden sie aber selbst in jenen Tagen als kalt und unfreundlich, jegliches Angebot von Hilfe und Unterstützung wurde abgelehnt. Seit diesen Tagen verdeckt ein Schleier des Geheimnisses die Zivilisation der Elfen und nur eskortierte und gut bewachte Außenstehende sind innerhalb ihrer Grenzen erlaubt. Die Zwerge sagen, sie hätten in den alten Tagen mehr Kontakt zu den Elfen gehabt und die Dinge seien in den letzten Jahrhunderten besonders schwierig geworden. Es gibt auch Gerüchte über Verzweiflung unter den Elfen und gewalttätige Radikale, die sich zusammenrotten und andere Völker der Region angreifen. Ausgestoßene Elfen sind vielleicht für gewisse kürzlich stattgefundene Verbrechen verantwortlich und erhöhen die Vorsicht der Menschen, die sie schon immer gegenüber ihren geheimnisvollen Nachbarn empfanden.

Die Wahrheit ist, dass jeder Elf versteckten Schmerz und Qual empfindet, denn die letzte Göttin der Elfen wird wahrscheinlich noch zu ihren Lebenszeiten sterben und damit den Untergang ihres gesamten Volkes einläuten. Die Elfen sehen sich ihrer unmittelbaren Auslöschung gegenüber, einer Tatsache, die selbst die Sorglosesten und Verkommensten unter ihnen belastet. Manche trachten danach, diese ominöse Wahrheit zu ignorieren, indem sie sich in ein Leben voll Abenteuer und Genuss flüchten, während sich andere an der Hoffnung festklammern, ihr Schicksal ließe sich durch heldenhafte Taten abwenden. Wieder andere sind zornig und verbittert und suchen überall nach Zielen, die sie verantwortlich machen und an denen sie ihre Wut auslassen können.

Man sollte noch anmerken, dass die Nyss-Stämme im Norden weniger besorgt um ihre Zukunft scheinen, als die Elfen von Ios, vielleicht ob ihrer eigenen Religion und ihrem eigenen Gott. Trotzdem sind die ähnlich isoliert und vermeiden Kontakt mit anderen Völkern.

Sprachen: Die Elfen von Ios sprechen Shyr, eindeutig die komplizierteste Sprache der Iron Kingdoms und die am schwierigsten zu erlernende. Shyr hat sich über Jahrtausende kaum verändert und so ist der Ursprung der Sprache unbekannt. Es ist ein Alptraum, die Schrift zu lernen, da es kein eigentliches Alphabet gibt und jedes Wort sein eigenes Symbol hat. Die Nyss sprechen kein shyr, sondern benutzen eine wesentlich einfachere Sprache, die aerisch genannt wird. Nur wenige Nyss können lesen und schreiben.

Gobber

Gesamtbevölkerung in den Iron Kingdoms: 1 Million (Schätzung).

In den letzten Jahrhunderten gedieh und blühte das Volk der Gobber und man glaubt, dass diese kleinen und cleveren Leute die Elfen, die ohnehin im Schwinden begriffen sind,  inzwischen zahlenmäßig übertreffen. Im Gegensatz zu diesen haben die Gobber aber kein eigenes Königreich und leben über die ganzen Iron Kingdoms verstreut. Außerdem sind sie extrem anpassungsfähig und haben sich an die unterschiedlichsten Umgebungen gewöhnt. Es gibt nur wenige Orte in den Iron Kingdoms, wo die Gobber keine Nische für sich gefunden haben. Sie leben selbst in den öden Sandwüsten der Bloodstone-Marches.

Zu Beginn wurden die Gobber weder richtig verstanden noch akzeptierte man sie. Während der Ära der Tausend Städte und der Zeit der Orgoth-Besatzung tötete man Gobber gar, sobald man sie entdeckte. Also war dieses Volk gezwungen, Schutz in abgelegenen Gegenden zu suchen, die für die Menschen unbewohnbar waren. Seit der Rebellion aber hat sich die Haltung gegenüber den Gobbern verändert und sie haben sich zuvor unbekannte Akzeptanz erarbeitet. Von allen Königreichen sind Llael und das Protectorate am wenigsten dazu geneigt, alte Vorurteile hinter sich zu lassen, und dort werden die kleinen Leute manchmal noch gejagt, wie es früher der Fall war.

In den anderen Königreichen aber mischen die Gobber sich unter die Menschen. Sie bauen Städte in der Nähe ihrer menschlichen Nachbarn oder pflegen einen nomadischen Lebensstil, der sie über die Straßen der Reiche führt, wo sie Arbeit suchen und ihre Waren verkaufen. Gobber sind ziemlich intelligent und haben ein Händchen für die Alchemie und die Mechanika, was sie für jene, die ihre Vorurteile ablegen können, zu talentierten Arbeitern und Assistenten macht.

Inzwischen weiß man, dass es zwei Unterarten von Gobbern gibt, den „normalen Gobber“, den man meist in den Städten findet, und den „Bogrin“ oder „Bogger“, der größer, zäher und wilder ist und auch eher Leute angreift, um sein Territorium zu verteidigen. Zivilisiertere Exemplare beider Arten haben in den Iron Kingdoms Anerkennung gefunden, wobei die Bogrin meist so lange als gefährlich gelten, bis sie das Gegenteil bewiesen haben. Man weiß nicht genau, wie viele Gobber, bzw. Bogrin es gibt, nimmt aber an, dass jede Art jeweils die Hälfte der Gesamtbevölkerung ausmacht. Die Bogrin scheinen sich in den Wäldern und Bergen, weit weg von Städten und Dörfern, am wohlsten zu fühlen, und man glaubt, dass die Gobber, die in der Bloodstone-March leben, ebenfalls Bogrin sind.

Sprachen: Die Gobber hatten einst wohl eine eigene Sprache, sprechen inzwischen aber einen Molgur-Dialekt, der „gobberisch“ genannt wird. Die meisten zivilisierten Gobber sprechen außerdem noch gebrochenes cygnarianisch und kennen auch noch andere menschliche Sprachen, je nach dem wo sie leben.

Ogrun

Gesamtbevölkerung in den Iron Kingdoms: 600 000 (Schätzung).

Wie die Gobber und die Trollkin, wurden auch die Ogrun von den Menschen lange Zeit weder verstanden noch akzeptiert. Inzwischen aber finden sie ein wenig Anerkennung in den Städten. Die Unsicherheit, die man ihnen teils noch entgegen bringt, ist darin begründet, dass Treffen zwischen Menschen und Ogrun früher meist in blutigen Kämpfen endeten, und die meisten Menschen haben gelernt, die gigantischen Ogrun mit ihrer enormen Stärke und ihren Kampffähigkeiten zu fürchten. Einige Faktoren haben diesen Gegensatz noch verstärkt, vor allem die Tatsache, dass viele Ogrun auf den Scharde-Islands leben und die loyalsten Soldaten Toruks stellen. Es gibt auch noch eine Unterart der Ogrun, die „Schwarze Ogrun“ genannt werden und in den Bergen von Khador und Cygnar leben. Sie sind vor allem für ihre Grausamkeit und Wildheit bekannt und ihre Neigung, verirrte Wanderer zu versklaven.

Tatsächlich war es dann auch der vermehrte Kontakt zwischen Zwergen und Menschen, der den Ogrun ein wenig Anerkennung verschuf. Fast die Hälfte aller Ogrun lebt in Rhul, wo sie friedliche Gemeinden neben den Zwergen aufgebaut haben. Die starke Verbundenheit beider Völker rührt aus alten Gefallen und Übereinkünften. Die Ogrun von Rhul sind ein edles Volk, das für seine außergewöhnlichen Fähigkeiten in der Metallverarbeitung und als Soldaten und Arbeiter bekannt ist. Außerdem zeigen die Ogrun von Rhul, genau wie ihre bösartigen Verwandten von den Scharde-Islands, eine angeborene Loyalität und Ergebenheit gegenüber ihren eingeschworenen Anführern. Verrat ist unter den Ogrun so gut wie unbekannt.

In den Städten der Menschen sind sie ein seltener Anblick, in den Bergen von Khador und Cygnar haben sich aber einige Ogrun-Gemeinden etabliert. Aufgrund ihrer Größe und ihres furchterregenden Äußeren begegnen die Ogrun noch immer Angst und Vorurteilen, manche von ihnen haben aber Arbeit in den größeren menschlichen Städten gefunden.

Sprachen: Die Ogrun hatten einst wohl eine eigene Sprache, inzwischen sprechen sie aber einen Molgur-Dialekt, der „molgur-og“ genannt wird. Ogrun, die in Rhul geboren wurden, sprechen außerdem noch fließend rhulisch, können es aber meist nicht schreiben. Ogrun von den Scharde-Islands hingegen sprechen einen cygnarianischen Dialekt, der „Scharde-Zunge“ heißt und auch von den dortigen Menschen gesprochen wird. Ogrun, die aus einer anderen Gegend kommen, lernen die dort vorherrschende menschliche Sprache, meist cygnarianisch.

Trollkin

Gesamtbevölkerung in den Iron Kingdoms: 400 000 (Schätzung).

Auch wenn es wohl weniger Trollkin als Ogrun gibt, sieht man diese doch häufiger in den Städten der Menschen. Die meisten Trollkin leben im östlichen Cygnar, man findet sie aber auch in der Armee Toruks in Cryx auf den Scharde-Islands. In den anderen Königreichen ist ihre Zahl eher gering. Am wenigsten aber gibt es im Protectorate, wo man nur wenig für andere Völker außer den Menschen übrig hat. Wie auch bei den Gobbern und Ogrun waren die Beziehungen zwischen den Trollkin und den Menschen in der Geschichte immer wieder von Schwierigkeiten geprägt. Bis vor einigen Jahrhunderten hielt man sie noch für unintelligente Monster.

Lange Zeit galten die Trolle als die gefährlichste und in sich vielfältigste Monsterart, die die Iron Kingdoms heimsucht. Über Jahrhunderte wurden die intelligenten Trollkin mit allen anderen Trollen in einen Topf geworfen und getötet. Ironischerweise waren es dann die Stämme der wilden Menschenbarbaren, die als erste eine friedliche Allianz mit den Trollkin schlossen. Man glaubt, dass ein inzwischen ausgelöschter Barbarenstamm aus dem cygnarianischen Wyrmwall als erster Handels- und Waffenstillstandsabkommen mit den Gobbern, den Ogrun und den Trollkin aushandelte und diesen auch die Molgur-Sprache beibrachte, die mit ihren vielen Dialekten inzwischen die Hauptsprache dieser Völker darstellt. So wurden Trollkin, die an der Seite der Barbaren kämpften, ein vertrauter Anblick in den ganzen Iron Kingdoms, sei es nun im Wyrmwall oder auf den Scharde-Islands. Andererseits hat dies natürlich nicht dazu beigetragen, sie bei den zivilisierteren Kriegsherren beliebt zu machen.

Als die menschlichen Barbarenstämme dann verschwanden, bzw. ausgelöscht wurden, stellten die Trollkin außerhalb von Cryx fest, dass ihnen schwere Zeiten bevorstanden. Einige der weitsichtigen Vertreter machten deshalb auch friedliche Kontakte mit den zivilisierten menschlichen Gemeinden. Als es dann zum letzten Ansturm der Barbaren kam, hatten die Trollkin sich bereits von ihren früheren Verbündeten gelöst und manche halfen sogar den Armeen der Königreiche gegen die Bedrohung und bewiesen so ihren Willen, sich in die Königreiche zu integrieren. Seit dieser Zeit wächst die Anzahl an Trollkin-Gemeinden vor allem im östlichen Cygnar und in den Städten Corvis, Caspia, Fharin und Mercir sind sie ein gewohnter Anblick. Auch im Scarsfell-Forrest in Khador, in der Nähe von Ohk, gibt es einige kleinere Trollkin-Stämme. Die Trollkin haben sich als geschickte Arbeiter und vor allem Steinmetze herausgestellt.

Den größten Vorurteilen begegnen sie an den Westküsten Ords und Cygnars, wo die Trollkin der Scharde-Islands immer noch als ernsthafte Gefahr gelten. Nur in Five Fingers, wo sich viele Schmuggler und Privatleute aus Cryx niedergelassen haben, sieht man sie des Öfteren. Nicht nur an den Küsten, sondern auch in der jeweiligen Kriegsmarine eines Königreichs finden sich noch viele Leute, die große Probleme mit den Trollkin haben.

Sprachen: Die Trollkin hatten einst wohl eine eigene Sprache, inzwischen sprechen sie aber einen Molgur-Dialekt, der „molgur-trul“ genannt wird. Viele Trollkin lernen auch cygnarianisch oder andere menschliche Sprachen, je nachdem, wo sie geboren wurden. Trollkin von den Scharde-Islands hingegen sprechen einen cygnarianischen Dialekt, der „Scharde-Zunge“ heißt und auch von den dortigen Menschen gesprochen wird.

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